5 Kirchen = 1 Pfarrei - Prozessbegleitung einer Fusion

Kennenlernen beim Infotag
Gruppenarbeit
Detailfragen klären
Feste und Feiern
Eröffnungsgottesdienst

Die Kath. Jugendstelle gestaltete den Prozess zur Entstehung der Stadtteilkirche Neuperlach in der Leitung von Arbeitsgruppen mit. Im Herbst 2009 endete der Entwicklungsprozess mit der Gründung der Pfarrei Christus Erlöser. Die pastorale, inhaltliche und rechtliche Zusammenführung folgt als weitere große Aufgabe in der Umsetzung der neuen Struktur.

Den Prozessverlauf finden Sie auf der WebSite der Pfarrei Christus Erlöser.

 

Start der Stadtteilkirche

"Wir hätten die Jugendstelle gerne in der Leitung der Arbeitsgruppen gesehen." Mit der Anfrage zur Moderation und Prozeßgestaltung des Projektleiters Domvikar Dirnberger an die Mitarbeiter/innen der Kath. Jugendstelle waren wir beim Prozess Stadtteilkirche mittendrin statt nur dabei.

Mit der Auftaktveranstaltung Anfang 2007 wurde ganz bewusst ein basisgesteuerter Prozess initiiert um gemeinsam mit den Christen der 5 Pfarreien in Neuperlach die Struktur- und Pastoraländerungen zu gestalten.

Ausschlaggebend für unsere Zustimmung zu diesem - zielgruppenfernen - Auftrag war die Möglichkeit, die fachlichen Kompetenzen zur Vernetzung im Dekanat, Prozess- und Projekterfahrung im Bereich der Jugendarbeit einzubringen und als Fachstelle für kirchliche Jugendarbeit Servicepartner für die Kirchen in Neuperlach zu sein.

Ermöglichung neuer Blickwinkel - Arbeit in den Arbeitsgruppen

Zur Vorbereitung der organisatorischen Umsetzung und pastoralen Ausrichtung der Stadtteilkirche wurden Arbeitsgruppen gebildet, in denen interessierte Gemeindemitglieder und die hauptamtlichen Mitarbeiter/innen gemeinsam eine Bestandsaufnahme der bisherigen Arbeit und Strukturen erarbeiteten. Darüber hinaus wurde das Lebensumfeld und die Bedürfnisse der Menschen im Gemeindegebiet untersucht und ein Konzept einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit entwickelt.

Das Team der Kath. Jugendstelle leitete die Arbeitsgruppen Öffentlichkeitsarbeit, Pastorales Konzept und Mission, sowie Sinus-Milieustudie. Die externe Moderation ermöglichte den Vertretern der Gemeinden, sich wertschätzend mit den anderen Gemeindekonzepten auseinanderzusetzen, neue Blickwinkel einzunehmen und ihre Arbeit kritisch zu würdigen.

Arbeitsgruppe Jugend - ein Beispiel

Am Beginn des Prozesses wurde schnell klar, dass die Einbindung Jugendlicher einen eigenen Zeitlauf braucht. Für die Gestaltung der Jugendarbeit in Christus Erlöser richtete die Kath. Jugendstelle daher im April 2008 die Arbeitsgruppe Jugend ein. Gemeinsam mit der Jugendpflegerin reflektierten die Jugendvertreter ihre Strukturen und ihr Angebot. Zum gegenseitigen Kennenlernen wurden gemeinsame Aktionen geplant und Einladungen zu bestehenden Veranstaltungen ausgesprochen. Darüber hinaus gab es einen ersten gemeinsamen Ideentag, wie sich die Jugendlichen in dem Prozess beteiligen können.

Ausblick

Nach der Errichtung der neuen Pfarrei Christus Erlöser Ende September 2009 wurde zum Januar 2010 auch die Fusion der Kirchenstiftungen Realität. Die Umstrukturierung eines Betriebs mit 100 Mitarbeiter/innen, 5 Kirchenzentren und 3 Kindergärten ist dabei aufwändig. Die pastorale Planung für ganz Neuperlach läuft in ersten Ansätzen und wird Schritt für Schritt umgesetzt. Im Bereich der Jugendarbeit gibt es mit Pater Ryszard Basta OCD einen Ansprechpartner für alle Jugendlichen in Neuperlach. Schrittweise stehen hier Kennenlernen, Besuch von Verantwortlichenrunden bzw. Planungskreisen, Vernetzung über gemeinsame Veranstaltungen, sowie das Entwickeln einer Strategie für den weiteren Prozess an. Als eine erste mögliche Umsetzung der Vergemeinschaftung der Jugendarbeit in der neuen Struktur ist eine Zukunftswerkstatt im Frühjahr 2010 angedacht. Mit der Gründung der Pfarrei Christus Erlöser war für die Mitarbeiter/innen der Kath. Jugendstelle die Arbeit in den Arbeitsgruppen beendet. Den Fortsetzungsauftrag in der Prozessbegleitung der künftigen Pfarrjugendversammlung und des Verantwortlichen für die Jugendarbeit in der Pfarrei wurde gerne angenommen.

Dezember 2009

Markus Lentner
Dorothea Lubahn